Voraussetzung Gewährleistungsbürgschaft

Für den Erhalten von Gewährleistungsbürgschaften durch eine Bank oder Versicherung ist immer eine gute Bonität eine wichtige Voraussetzungen.

Bei der Bank ist das Unternehmen oft bekannt, daher ist die Beurteilung der Kreditwürdigkeit durch den Bankmitarbeiter in der Regel das entscheidende Kriterium.

Bei der Lösung über einen Versicherungsanbieter hängt es in der Regel davon ab, wie hoch der gewünschte Bürgschaftsrahmen ist.

Bei Rahmengrössen bis 100.000 € für Gewährleistungsbürgschaften reichen vielen Versicherer als Entscheidungsgrundlage die Creditreform-Auskunft, hier ist dann ein wesentliches Kriterium der sogenannte Creditreform Bonitätsindex. Darüber hinaus verlangen die Versicherer in aller Regel aktuelle Bilanzen und Betriebswirtschaftliche Auswertungen. Sollten die aktuellen Betriebswirtschaftlichen Auswertungen nicht so gut sein, der Creditreform Bonitätsindex aber noch gut, kann auch eine Verteilung des gewünschten Bürgschaftsrahmen auf verschiedene Versicherer sinnvoll sein.

Versicherer haben unterschiedliche Grenzen, bis zu denen sie noch ein Angebot erstellen. Ist bei manchen Versicherer bei einem Index von 300 die Grenze erreicht bei der er Angebote abgibt, sind andere im Einzelfall bereit durchaus bis an die Grenze von 400 zu gehen.

Bei diesen schlechteren Indizes haben wir gute Erfahrung mit individuellen Verhandlungen mit den Versicherern gemacht. Im Rahmen dieses Verhandlung bringen wir dann auch ggf. unser "Einkaufsvolumen" mit ins Gespräch, um für unserer Kunden ein gute Lösung zu erreichen.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Möglichkeit, bevor ggf. eine Anfrage an einen Versicherer ergeht, zu prüfen, ob nicht im Vorfeld eine verbesserte Einstufung bei Creditreform erzielt werden kann. Ein Möglichkeit die unserer Erfahrung nach viel zu wenig genutzt wird. Hierüber macht es Sinn im Vorfeld bei einem wohlmöglich schlechteren Index mit uns zu sprechen.

Die Kriterien für einen schlechten Index können vielfältig sein, bei kleineren Unternehmen ist es sehr oft die schlechte Zahlungsmoral. Die Informationen über die schlechte Zahlungsmoral erreichen Creditreform über die Lieferanten z.B. des Handwerkers, die verpflichtet sind diese Daten weiterzugeben, alleine schon um eine Absicherung Ihrer Kunden über die Warenkreditversicherung aufrecht zu erhalten.

So gesehen ist eine Zahlung der Rechnungen innerhalb der Zahlungsfrist, am besten innerhalb der Skontofrist nicht nur betriebswirtschaftlich auf den ersten Blick sinnvoll. Es ermöglicht auch an günstige Bürgschaftsversicherung zu kommen.

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