Gewährleistungsbürgschaften: Alle wichtigen Fragen auf einen Blick

Pinnadel Gewährleistungsbürgschaften sind ein wichtiger Bestandteil von Werkverträgen, insbesondere im Bauhandwerk. Als Versicherungsmakler mit Schwerpunkt auf der Vermittlung passender Versicherungslösungen im Bürgschaftssegment stellen wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Informationen zur Verfügung.

Selbstverständlich helfen wir Ihnen auch gern mit kostenfreien Angebotsvergleichen weiter. Schreiben Sie uns bei Bedarf oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter:

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Wie hoch sind die Kosten von Gewährleistungsbürgschaften?

Versicherer bieten in der Regel keine Verträge für einzelne Bürgschaften an, sondern einen Bürgschaftsrahmen, für den ein jährlicher Beitrag fällig wird. Ausnahme sind besonders hohe zu versichernde Geldsummen. Hier ist dann auch der Abschluss einer Einzelbürgschaft möglich.

Die Versicherer kalkulieren bezüglich der Beiträge höchst unterschiedlich. Manche Versicherer erheben unabhängig von der Bonität immer den gleichen Beitrag. Allerdings muss eine gewisse Bonität immer gegeben sein. Unter diesem Bonitätslimit sind keine Angebote mehr verfügbar.

Andere Versicherer wiederum haben sehr individuelle und an den gewünschten Bürgschaftsrahmen angepasste Lösungen im Angebot. Dabei wird auch die Bonität des Kunden stärker in die Beitragsberechnung einbezogen. Im Vergleich zu Pauschalangeboten kann das zu günstigeren oder schlechteren Konditionen führen.

Beispielsprämie für einen Bürgschaftsrahmen

  • Rahmen für Gewährleistung: 100.000 Euro
  • Jahresprämie: 1.100 Euro
  • Kosten für die Ausstellung von Bürgschaftsurkunden: in der Regel keine

Unsere Aufgabe ist es, immer genau zu prüfen, welche Versicherungslösung am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Wer trägt die Kosten für eine Gewährleistungsbürgschaft?

Vertragspartner für die Versicherung oder Bank ist der Auftragnehmer. Daher trägt dieser auch Kosten für die Gewährleistungsbürgschaft. Sollte der Auftraggeber bereit sein, die Kosten dem Auftragnehmer zu erstatten, ist das immer eine individuelle Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

Wie hoch ist eine Gewährleistungsbürgschaft?

Allgemein üblich beträgt die Höhe der Gewährleistungsbürgschaft 5 % der Auftragssumme. Abweichend davon kann es auch andere Regelungen geben. Der BGH hat aber bei höheren Prozentsätzen entschieden, dass solche Vereinbarungen unwirksam sind, gerade dann, wenn sie in den AGB standen.

Wozu werden Gewährleistungsbürgschaften benötigt?

Für alle Werkverträge – dazu zählen auch Bauverträge – gilt die Sachmängelhaftung des Herstellers bzw. Verkäufers. Dieser ist verpflichtet, die Sache bei Abnahme frei von Sachmängeln, also gemäß der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit, zu übergeben (§ 434 Abs. 1 BGB). Falls dies, egal aus welchen Gründen, nicht der Fall ist, müssen die Mängel im Nachhinein beseitigt werden (§ 439 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 437 Abs. 1 BGB). Bei meist geltendem Werkvertragsrecht bestehen ähnliche Bestimmungen (§§ 631 ff., insbesondere 633, 634, 634a, und 635 BGB), die allerdings durch spezifische Klauseln der VOB/B (§ 4 Nr. 7 und § 13) ergänzt bzw. modifiziert werden können.

Um dem Risiko vorzubeugen, dass der Auftragnehmer seiner Pflicht zur Mängelbeseitigung aufgrund einer Insolvenz nicht nachkommen kann, ist es bei Bauverträgen mittlerweile üblich, dass Auftraggeber auf Sicherheitseinbehalte bezüglich des Werklohns bestehen (meist fünf Prozent des Auftragsvolumens). Der Betrag wird dann bis zum Ende der Gewährleistungsfrist (nach § 13 Abs. 4 VOB/B vier Jahre, nach § 634a BGB fünf Jahre) zurückgehalten.

Aus finanziellen Gründen sollten diese Sicherheitseinbehalte gegen eine Gewährleistungsbürgschaft (auch: Mängelansprüchebürgschaft) eingetauscht werden. Denn nach Aushändigung einer Bürgschaftsurkunde kann der Auftragnehmer vom Auftraggeber die Auszahlung der vollen Rechnungssumme verlangen und somit seinen finanziellen Spielraum vergrößern.

Gewährleistungsbürgschaften können entweder bei einem Kreditinstitut (Avalkredit) oder bei einer Versicherung (Kautionsversicherung) abgeschlossen werden. Viele Argumente sprechen für die Gewährleistungsbürgschaft bei einer Versicherung. Als besonders überzeugend erachten wir folgende Vorteile:

  • nur geringe oder gar keine Sicherheitsforderungen
  • damit verbundene Liquiditätsvorteile

Wie funktioniert die Gewährleistungsbürgschaft?

Wie eine Gewährleistungsbürgschaft funktioniert und warum ein Versicherer als Bürge einer Bank vorzuziehen ist, erfahren Sie im folgenden Produktvideo der VHV, einer der Versicherungen, mit denen wir zusammenarbeiten.

Ein Dritter (Versicherung oder Bank) bürgt für den Fall, dass Sie Ihre Verpflichtung aus Mängelansprüchen nicht erfüllen können. Im Falle eine Versicherungslösung haben Sie mit dem Versicherer einen Vertrag über eine sogenannte Kautionsversicherung abgeschlossen. Darin ist folgendes geregelt:

  • Höhe des Bürgschaftsrahmens
  • Höhe des Versicherungsbeitrages
  • gegebenenfalls ob Sicherheiten durch Sie zu stellen sind

Wenn der Vertrag geschlossen ist, können Sie vom Versicherer die Bürgschaftsurkunde anfordern und Ihrem Auftraggeber aushändigen.

Wie lange läuft eine Gewährleistungsbürgschaft?

Gewährleistungsbürgschaften können befristet oder unbefristet erstellt werden. Unabhängig davon ist aber immer zu prüfen, wie lang die vereinbarte Gewährleistungsfrist ausfällt. Erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist ist der Auftraggeber zur Rücksendung der Bürgschaft verpflichtet.

Wann muss eine Gewährleistungsbürgschaft zurückgegeben werden?

Das Recht auf Einbehalt der Gewährleistungsbürgschaft durch den Auftraggeber gilt nur während des Gewährleistungszeitraums. Danach muss die Bürgschaft unmittelbar zurückgegeben werden.

Wichtig

Der Auftragnehmer muss den Auftraggeber zur Rücksendung der Bürgschaft auffordern. Nur dann ist ein Verzug und damit einhergehend ein Regress wegen eventueller Kosten für die Bürgschaft nach Ablauf der Gewährleistungsfrist möglich.

Wann endet eine Gewährleistungsbürgschaft?

Die Verpflichtung des Schuldners (= Auftragnehmer) gegenüber dem Bürgen (= Versicherung/Bank) endet mit Rückgabe der Originalbürgschaft. Sollte die Bürgschaft befristet gewesen sein, endet die Verpflichtung mit Ablauf der Befristung. Dabei muss die Bürgschaft nicht in Anspruch genommen worden sein.

Welche Vorteile haben Sie durch uns?

Durch unsere jahrelange Erfahrung und die Zusammenarbeit mit allen Versicherern, welche Gewährleistungsbürgschaften anbieten, profitieren Sie unmittelbar von unserem Marktüberblick. Wir vergleichen die verschiedenen Angebote der Versicherer und senden Ihnen die Auswertung zu.

Kosten entstehen Ihnen dadurch nicht, da wir durch die Versicherer entlohnt werden. Die entsprechende Courtage ist bereits in den Tarifen der Versicherer einkalkuliert. Ob die Vermittlungsvergütung an uns oder aber an einen Vertreter des Versicherers gezahlt wird, macht für Sie aus diesem Grund keinen Unterschied.

Von Bürgschaftsexperten beraten

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